Die Audi AG mit Hauptsitz in Ingolstadt in Bayern ist ein deutscher Automobilhersteller, der dem Volkswagen-Konzern angehört.
Die Fahrzeuge der Marke Audi werden außer in den beiden deutschen Werken Ingolstadt und Neckarsulm in Győr (Ungarn), Bratislava (Slowakei), São José dos Pinhais (Brasilien), Changchun (Volksrepublik China), Brüssel (Belgien) sowie Aurangabad (Indien) gefertigt.
Der Handelsname ist ein Wortspiel zur Umgehung der Namensrechte des Kraftfahrzeugherstellers Horch. Der Gründer August Horch, der sein Unternehmen verlassen hatte und ein neues gründete, übersetzte seinen Nachnamen ins Lateinische. Das Wort audi ist der Imperativ Singular von audire (zu Deutsch hören, zuhören) und bedeutet „Hör zu!“ oder eben „Horch!“. Am 25. April 1910 wurde der Name „Audi“ in das Handelsregister von Zwickau eingetragen. Seit 1932 gehörte Audi zur Auto Union.
Seit vielen Jahren pflegt und präsentiert die Abteilung Audi Tradition zusammen mit den Traditionsgesellschaften Auto Union GmbH und NSU GmbH die umfangreiche und weit verzweigte Audi-Historie.
1949 bzw.
1950 musste die Auto Union GmbH rechtlich vollkommen neu gegründet
werden. Dieser Weg war unumgänglich, da ein Gesetz der vier
Besatzungsmächte vorsah, das gesamte deutsche staatliche Eigentum zu
beschlagnahmen. Dies galt auch für Firmen, die zu mehr als 50 % im
Staatsbesitz waren. Somit konnte die alte Auto Union AG nicht ohne
Weiteres weitergeführt werden, nachdem sie in der Sowjetzone schon als
Firma gelöscht worden war, und es kam zur Neugründung der Auto Union
GmbH. Viele Mitarbeiter aus den zerstörten Werken in Zschopau, Zwickau
und Chemnitz setzten sich nach Ingolstadt ab und nahmen die Produktion
hier wieder auf. Allen voran standen der ehemalige Vorstandsvorsitzende
der früheren Auto Union AG in Chemnitz, Dr. Richard Bruhn und der
stellvertretende Vorstandsvorsitzende des ehemaligen Chemnitzer
Stammsitzes der Auto Union AG, Dr. Carl Hahn. Die Fahrzeuge der Auto
Union wurden unter dem Markennamen DKW produziert.
1958 übernahm
die Daimler-Benz AG 87 % des Gesellschaftskapitals der Auto Union, 1959
schließlich 100 %. 1964 kaufte die VW AG das Werk in Ingolstadt und
ließ im weiteren Verlauf den Namen Audi wieder erstehen, übernahm aber
das Logo der Auto Union – die vier Ringe für die vier
zusammengeschlossenen Kraftfahrzeughersteller – als Markenzeichen. Die
Nachfrage nach den Zweitaktfahrzeugen der Auto Union war zu dieser Zeit
nur noch gering; rund 30.000 Fahrzeuge standen auf Lager. Um den
Zusammenbruch des Unternehmens abzuwenden, arbeiteten die Techniker an
dem Typ F103, der den von Daimler-Benz entwickelten sogenannten
Mitteldruckmotor, einen Viertakter mit einer Verdichtung, die zwischen
Benziner und Diesel liegt, erhalten sollte. Um die Beschäftigung der
rund 12.000 Mitarbeiter in Ingolstadt zu sichern und die
Entwicklungskosten des neuen Autos zu decken, wurden von Mai 1965 bis
4. Juli 1969 in Ingolstadt VW Käfer produziert, insgesamt 347.869
Stück. Der Leiter des VW-Werks Kassel, Rudolf Leiding, trat an die
Spitze des Unternehmens.
1965 brachte die Auto Union den ersten
Nachkriegs-Audi auf den Markt. Dieses Modell F103 war eine
Weiterentwicklung des DKW F102 und erhielt keine weitere
Verkaufsbezeichnung. Der ehemalige Daimler-Benz-Mitarbeiter Ludwig
Kraus präsentierte 1968 Heinrich Nordhoff, dem Vorstandsvorsitzenden
der Volkswagenwerk AG, den von Kraus ohne Wissen des Vorstandes
entwickelten Audi 100. Nordhoff war von der Entwicklung begeistert und
willigte in die Produktion ein. Von nun an wurden die Wagen mit Zahlen
entsprechend ihrer PS-Zahl versehen (beispielsweise: Audi 60, Audi
Super 90).
1969 fusionierte die Auto Union GmbH mit der NSU AG
Neckarsulm. Das Unternehmen hieß nun „Audi NSU Auto Union AG“ und hatte
seitdem ein zweites Werk und (bis 1984) seinen Sitz in Neckarsulm. Im
Januar 1971 fand der Slogan „Vorsprung durch Technik“ zum ersten Mal
für den NSU Ro 80 (mit Wankelmotor) Verwendung in einer Werbeanzeige.
Nachdem die Produktion des Ro 80 1977 eingestellt wurde, endete die
Verwendung des Namens NSU als Produktbezeichnung. Seit dem 1. Januar
1985 firmiert die Audi NSU Auto Union AG als Audi AG. Gleichzeitig
verlegte das Unternehmen seinen Sitz von Neckarsulm nach Ingolstadt.
Von da an tragen Produkte und Unternehmen den gleichen Namen.
Seit dem Jahr 2000 bildet Audi zusammen mit Seat und Lamborghini als Audi-Gruppe die sportlich orientierte Markengruppe im Volkswagen-Konzern, neben der Markengruppe Volkswagen mit VW, Škoda, Bentley und Bugatti.
Im Jahr 2005 feierte Audi 25 Jahre quattro und am 30. September und 1. Oktober 2006 mit einem Tag der offenen Tür und dem Start der Produktion des Audi R8 das Jubiläum 100 Jahre Automobilbau in Neckarsulm. Mehrfach ausgezeichnet sind TV- und Magazinwerbungen, darunter auch einzelne mit Kultstatus, wie zum Beispiel der von Audi ins Leben gerufene „Wackel-Elvis“ oder der Schanzenspot.
Die Aktienkapitalstruktur sieht aktuell so aus: Volkswagen hält 99,14 Prozent der Aktien, die Porsche SE hält nach dem Pflichtangebot 0,4 Prozent, diese sollen an Volkswagen verkauft werden, die restlichen Aktien (0,46 Prozent) befinden sich im Streubesitz und werden an den Börsen Berlin-Bremen, Düsseldorf, Frankfurt a.M., Hamburg, München und Stuttgart gehandelt. [2]
Technik und Innovation
Audi hat zahlreiche technische Neuerungen entwickelt und eingeführt, wie 1972 den negativen spurstabilisierenden Lenkrollradius beim Audi 80, 1975 den ersten Motor des VW-Konzerns mit mechanischer Benzineinspritzung K-Jetronic (der spätere VW Golf GTI-Motor), 1977 einen 5-Zylinder-Ottomotor im Audi 100, 1980 den quattro-Antrieb (Allradantrieb im Urquattro-Typ 85). Geplant war, damit jedes Fahrzeug mit mehr als 200 PS wegen der dem Frontantrieb überlegenen Traktion auszurüsten, zumindest jedoch diese Technik anzubieten.
Audi ist des Weiteren seit 1985 erster Großserienhersteller vollverzinkter Karosserien (Audi 100). Das letztgenannte Modell wurde 1982 vorgestellt und war damals mit einem Luftwiderstandsbeiwert von 0,30 das strömungsgünstigste Serienfahrzeug der Welt. 1983 bekam Audi als erster deutscher Automobilhersteller die allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) für Fahrzeuge mit Katalysator.
Ende der 1980er Jahre bot Audi nach dem Fiat Croma TD i.d. und dem Rover Montego als erster deutscher Hersteller im Modell Audi 100 TDI einen Dieselmotor mit Direkteinspritzung und Turboaufladung an. In den 80er Jahren kam die Sicherheitsentwicklung procon-ten hinzu, bei der bei einem Unfall die Lenksäule von Fahrer weggezogen wird, die später zugunsten neuerer Entwicklungen wieder aufgegeben wurde.
Im Jahre 1985 zeigte Audi auf der Hannover-Messe ein Bild zweier Damen, die ohne Hilfe die komplette Rohkarosserie eines Audi 100 trugen. Diese war aus Aluminium gefertigt und brachte erstmals Audis entsprechende Arbeiten an die Öffentlichkeit. Mit Alcoa als Partner waren die Entwicklungen schon so weit fortgeschritten, dass ab 1988 Prototypen auf Basis des Audi V8, die über eine ASF-Karosserie verfügten, im Dauertest liefen.
1988 kam mit dem auf dem Audi 100/200 basierenden Audi V8 die erste Oberklasse-Serienlimousine mit permanentem Allradantrieb auf den Markt.
Im September 1991 stellte Audi auf der IAA in Frankfurt sowie im Oktober desselben Jahres auf der Tokyo Motor Show mit dem Spyder und der AVUS-Studie zwei Prototypen mit aus Aluminium gefertigtem Gitterrohrrahmen und Karosserie vor. Im Oktober 1993 wurde schlussendlich das sogenannte „Audi Space Frame Concept Car“, kurz ASF, auf der Frankfurter IAA vorgestellt. Es verfügte über einen 3,4-Liter-V8-TDI-Motor und entsprach abgesehen von der polierten Aluminiumaußenhaut weitestgehend dem Modell Audi A8, welches im Mai 1994 mit einem 2,8-Liter-V6 mit Frontantrieb sowie einem 4,2-Liter-V8-Ottomotor mit Quattro-Antrieb als weltweit erstes Serienfahrzeug mit Aluminiumkarosserie auf den Markt kam.
Das Nachfolgemodell des Audi 100/200, der Audi A8, war 1994 die erste Serienlimousine mit einer selbsttragenden Karosserie aus Aluminium, dem sogenannten Audi Space Frame (ASF). Im Audi A2 wurde dieser Werkstoff erstmals auch in der Kleinwagenklasse eingesetzt. Der A2 1.2 TDI war 2001 das erste und bisher einzige fünftürige Drei-Liter-Auto auf dem Markt. Seit 2007 bietet Audi für den Sportwagen R8 als erster Hersteller weltweit einen Frontscheinwerfer an, welcher komplett mit LED-Technik arbeitet.
Audi-Singleframe-Kühlergrill
Mit Singleframe-Kühlergrill wird speziell die Optik des Kühlergrills im Design aller Fahrzeuge von Audi seit dem Jahr 2004 bezeichnet. Bei der Singleframe-Optik teilt die Stoßstange den Kühlergrill nicht mehr in zwei Teile, wie bei allen früheren Modellen - sondern besteht oberhalb aus einem größeren Teil mit dem Logo des Herstellers und unterhalb aus einem kleineren Teil ohne Funktionalität, der das Design abrundet. Dieser überdimensionale Kühlergrill verschafft den Fahrzeugen ein dominantes Aussehen.
Es gab insgesamt drei „Epochen“ des Kühlergrill-Designs. Der sogenannte Zierrahmen-Kühlergrill hatte den Chromrahmen nur um den oberen Teil des Kühlergrills über der Stoßstange. Bei Einführung der zweiten Generation des Audi A4 (B6) im Jahr 2000 entstand daraus der Doubleframe-Kühlergrill, der auch den Teil des Grills unter der Stoßstange mit einer Chromleiste einrahmt. Ab 2004 folgte dann der Singleframe-Kühlergrill.
Es wurden nach und nach alle Modelle des Autoherstellers auf diese Optik umgestellt. Erstes Audimodell mit Singleframe war der A8 6.0L W12, einige Zeit später folgte die 5-Türige Variante des Audi A3, der A3 Sportback. Mit dem Modellwechsel beim A6 bekam erstmals eine komplette Baureihe den neuen Grill. Später bekamen alle A3- und A8-Versionen sowie - nach einem umfangreichen Facelift - der Audi A4 einen großen Grill. Der Audi TT war das letzte Modell, dem das neue Aussehen mitgegeben wurde. Der Audi A2 erfuhr dieses Facelift nie, da er kurz nach Einführung des Singleframe-Grills aus dem Programm genommen wurde.
Linktipps zum Thema Audi Audi 100 Typ43 Ihr Anblick gibt den Engeln Stärke, Wenn keiner sie ergründen mag; Die unbegreiflich hohen Werke Sind herrlich wie am ersten Tag. ... http://www.typ43.de Polo Audi50 Derby Hier erfahren Sie alles über das Original und den getunten Versionen des Typen 86 http://www.audi50.de 1. Urquattroclub Deutschland e. V. Homepage über den Verein, die Technik und Motorsport. http://www.urquattro-club.de Audi 100 Coupé S Club Mit Fotos, Kleinanzeigen, Berichten, Links und Forum. http://www.audi-100-coupe-s.de Audi 80 GT/GTE Club Deutschland e.V. Willkommen auf der Internet-Präsenz des Audi 80GT/GTE Clubs http://www.audi80gtgteclub.de 1. Bayerischer Urquattro Club eV Die Seite über den einzigartigen Audi quattro Coupe der 80ger und 90ger! http://www.quattroclub.de Audi 80 B1/Typ82-Club Deutschland e.V. Seien Sie Willkommen auf der Seite des Audi 80 B1/Typ82-Club Deutschland e.V. http://www.audi80b1typ82.de |
