Die berühmteste Blume aus der Gattung der Narzissen ist die Osterglocke, die pünktlich zu Ostern ihre gelbe Blüte hervorbringt. Alle Narzissen gehören zur Familie der Amaryllisgewächse, die mehrjährige, staudenartige Pflanzen sind.

Entwicklung:Das Keimblatt wird in der Zwiebel gebildet, aus der heraus sich der Blütenstängel entwickelt. Die Blütenanlage wird ebenfalls schon mit herausgetrieben. Zwei bis drei Laub- und Scheidenblätter zieren den Stängel der Narzissen. Je nach Art enthalten die Narzissen doldige Blütenstände mit ein bis zu zwanzig Blüten. Die Blütenfarbe reicht von weiß über gelb bis hin zu orange und es gibt keine Unterteilung in Kron- oder Kelchblätter, sondern die Blüte besteht aus gleich aussehenden Blütenhüllblättern. Weiterhin haben viele Narzisse eine sogenannte Nebenkrone, die intensive Duftstoffe ausströmen lässt und damit den Besuch von Bienen fördert. Diese Nebenkrone wurde durch Züchtung bei vielen Narzissenarten noch stärker ausgebildet, sodass es heute Trompeten, Becher oder Schalen artige Formen gibt. Nach der Befruchtung bilden sich kapselförmige Samen, die durch Bewegung der Blüte durch den Wind oder durch ein vorbeilaufendes Tier verstreut werden.

Standort:Die meisten Narzissenarten bevorzugen saure Böden, manche wachsen allerdings auch auf kalkigen Böden. Wildwachsende Osterglocken in Deutschland sind vor allen Dingen in kalkarmen, lichten Standorten auf Bergwiesen oder in Mischwäldern zu finden. Jede Art bevorzugt also ihre eigenen Standorte.

Arten: Wie eingangs erwähnt, ist der gelbe Narzissus oder auch die Osterglocke, eine der bekanntesten Narzissengewächse. Aber auch die Dichter-Narzisse, welche im Mittelmeerraum häufig zu finden ist, ist mit ihrer cremeweißen Blüte und der gelb-roten Nebenkrone gerne gesehen und wird oft im Handel verkauft. Die kleinste Narzisse mit nur fünf bis acht Zentimeter ist der Narcissus asturiensis wohingegen die italienische Narzisse mit bis zu 80 Zentimeter Stängellänge, die größte Narzissenart ist.

Im Garten: Die im Gartenhandel angebotenen Narzissenarten sind sehr pflegeleichte Pflanzen, die auf sandig-lehmigen Böden gut wachsen. In einem Staudenbeet wachsen sie gut in Nachbarschaft mit Taglilien.

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