Die kleine Blume mit den weißgefärbten, hängenden Blüten wartet mit vielen verschiedenen Namen auf. So kann sie sowohl als Märzenbecher, Frühlings-Knotenblume oder auch als großes Schneeglöckchen bezeichnet werden. Ihr lateinischer Name, Leucojum vernum, verweist zudem sowohl auf den Frühling, als auch auf den Geruch, der veilchenartig ist.

Aussehen:Alle Namen haben dabei ihre Bedeutung. Im März bilden sich normalerweise die sehr auffälligen Blüten heraus, die durchaus an das Schneeglöckchen erinnern können. Glockenförmig hängen die kleinen, weißgefärbten zwittrigen, dreizähligen Blüten einzeln oder manchmal auch zu zweit vom Blütenstandschaft herab. Die sechs gleichförmigen Blütenblätter sind alle gleichlang und weisen an den stumpf-zipfeligen Blütenblattspitzen eine gelbgrüne fleckenartige Färbung auf. In der Blüte befinden sich sechs freie Staubblätter mit orangefarbenen Staubbeuteln. Eine weitere charakteristische Eigenschaft dieser Pflanze sind die Blätter am Stängel, welche bis zu dreieinhalb Zentimeter lang werden können und den Stängel überragen

Standort: Der Märzenbecher steht auf der Roten Liste der besonders bedrohten Pflanzen. Die Blume ist vor allen in südeuropäischen bis subatlantischen Laub- und Mischwäldern zu finden. Der Boden muss feuchter, nährsalzreicher, mäßig saurer Lehm- oder Tonboden sein. Zumeist wachsen mehrere Märzenbecher an der gleichen Stelle, aber niemals so viele, dass ein Blumenteppich entstehen könnte.

Vermehrung: Wie viele andere Frühlingsblüher ist der Märzenbecher auch eine mehrjährige, krautige Pflanze, die als Überdauerungsorgan eine Zwiebel hat. Gepflanzt werden müssen die Blumen im September/Oktober. Am besten pflanzt man die Zwiebeln fünf bis zehn Zentimeter tief in die Erde in einem Abstand von zehn Zentimeter.

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